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Das Rasseportrait:
Burma Rasseportrait der BURMA-Katze:
Temperament und Wesen, Rasse-Standard, ihre Farben und ihre Genetik. Vorgestellt von Antje Mann, Berlin, BEC e.V.,
Cattery: ZuMa's www.zuma-burma.de

Das unvergleichliche Burma-Wesen: Burmakatzen sind unwiderstehlich und ausgesprochen menschenbezogen. Ausgestattet mit einem positiven Selbstbild besitzen sie einen Charme der Menschen verzaubert.

Ihre Liebe und ihre Anhänglichkeit zu Ihren Menschen ist grenzenlos, genauso ihr Vertrauen und ihren positiven Blickwinkel auf sie, aber auch auf sich und in die Welt. Sie vertreiben mit ihrem Optimismus und mit ihrer Lebenslust böse Geister und trübsinnige Gedanken. Ohne das sie es selbst wissen sind sie die geborenen Therapeuten.



Sie aktivieren mit ihrer kontaktfreudigen, sanftmütigen und liebevoll zugewandten Art eine positive und weltzugewandte Lebenseinstellung. Sie lieben es gestreichelt, getragen und geschmust zu werden. Sie suchen und initiieren Körperkontakt zu allen Familienmitgliedern (jung oder alt, zwei- und vierbeinig). Sie sind nicht nur wunderbare Katzen für Kinder, besonders die Kater eignen sich hervorragend als Spielgefährten, sie eignen sich ebenso gut für immobile Personen (dann sollte die Burma möglichst schon erwachsen sein).

Nichts trifft sie schmerzhafter als emotionale Vernachlässigung oder übersehen zu werden. Alleine-schlafen-müssen ist genauso ein "No-Go" wie ein Leben als Einzeltier! Aggressive oder ängstliche Burmesen gibt es normalerweise nicht; verhalten sie sich so besteht die Gefahr, dass das Tier nicht artgerecht gehalten wurde oder (schwer) erkrankt ist.

Burmesen schließen ihre Menschen ins Herz, sind robust und vertragen geduldig z. B. ungeschickte Kinderhände. Sie sind begnadete Trösterinnen und Krankenschwestern und ihr Einfühlungsvermögen in Menschen ist besonders hoch. Darüber hinaus sind sie neugierig, mutig und klug. Sie zählen zu den Katzen mit stabiler Gesundheit und werden sehr alt.

Burmesen sind Familientiere in jeder Hinsicht. Familientier bezieht sich dabei sowohl auf ihre Menschenfamilie, als auch auf ihre Katzenfamilie!

BURMA buchstabiert sich deshalb:
B-ezaubernd
U-nwiderstehlich
R-asant
M-enschenbezugen
A-temberaubend

Und unser Burma-Leitspruch lautet mit einem kleinen Augenzwinkern: "Man kann die Menschheit in zwei Gruppen unterteilen. In Burmaliebhaber und vom Leben Benachteiligte".

Der Rasse-Standard der Burmakatze:
Kopf Form Kurzer Keil, breit an den Backenknochen. Oberer Kopfteil zwischen den Ohren breit und leicht gerundet. Im Profil: Stirn leicht gerundet, Nasenspitze und Kinn bilden eine senkrechte Linie.
Nase Am Ansatz deutliche Einbuchtung, Stop
KieferBreit
Eingefallene Wangen (Pinch) sind ein großer Fehler
Kinn Kräftig
Ohren Form Mittelgroß, breit im Ansatz mit leicht gerundeten Spitzen
Platzierung Weit auseinander gesetzt, die Außenlinie folgt dem oberen Teil des Gesichtes, leicht nach vorne geneigt.
Augen Form Groß und weit auseinander gesetzt. Die obere Augenlinie ist orientalisch, die untere ist gerundet.
Farbe Gelb bis bernsteinfarben, leuchtend, lebhaft und glänzend.
Form, Größe und Stellung sind für den Ausdruck der Burma wichtiger als die Farbe. Bei älteren Tier ist eine nachlassende Farbe erlaubt.
Körper Größe Mittlere Länge und Größe. Jede Ähnlichkeit mit einer Orientalin oder einer Europ. Kurzhaar ist unerwünscht.
Struktur Der Körper sollte sich muskulös und kräftig anfühlen; kompakter sein als sein Aussehen vorgibt. Brust kräftig und im Profil gerundeter Rücken, gerade von Schulter bis zum Rumpf.
Beine   Verhältnismäßig fein und in guter Proportion zum Körper.
Pfoten Zierlich und oval.
Schwanz   Gerade und mittellang, nicht dick am Ansatz, nur leicht zulaufend zu einer rundlichen Spitze.
Fell Struktur Kurz, eng am Körper anliegend, fast ohne Unterwolle, glänzend, mit seidiger Textur.
Farbe Bei allen Farben der Unterkörper ein wenig heller als Rücken und Beine. Die Abzeichen nur wenig im Kontrast und gleichmäßig in der Farbe, ohne jegliche Streifen und Musterungen. Farben wie angegeben.
Kondition   Vorzüglich gepflegt und sauber vorgestellt
Fehler   Orientalische und runde Augen. Pinch und Bump
Fehler, die ein Zertifikat ausschließen   -grüne Augen, weiße Flecken
-deutliche Streifen und Geisterzeichnung
-zu viel Tabby-Zeichnung bei Rot/Creme
-orientalischer und britischer Typ
-Zwergwüchsigkeit
Farbschläge sind:   Braun und blau, chocolate und lilac, rot und creme, braun-tortie, Blau-creme, Chocolate-tortie, lilac-tortie


Burma-Original-Farben:

Burmesen gibt es in zehn anerkannten Farben. Die Tortie- (oder Schildpatt-) Farben gibt es nur bei weiblichen Tieren. Nur Katzen dieser Farben werden als BURMA bezeichnet.

27nBrauna/a cb/cb, B/B, D/D
27fBraun-Tortiea/a cb/cb, O/o, D/D
27aBlaua/a cb/cb, B/B, d/d
27gBlau-Tortie (Blaucreme)a/a cb/cb, O/o, d/d
27bChocolatea/a cb/cb, b/b, D/D
27hChocolate-Tortie a/a cb/cb, dito
27cLilaca/a cb/cb, b/b, d/d
27jLilac-Tortiea/a cb/cb, dito
27dRota/a cb/cb, O/O, D/D
27eCrèmea/a cb/cb, O/O, d/d


Burma-Farb-Genetik (nur die wichtigsten Aspekte, keine Angst!)

Das genetisch Besondere der Burmakatze ist das Gen für den Burmafaktor "cb/cb" in Verbindung (zwingend!) mit dem Gen für Nicht-Agouti "a/a".

Silberne, Agouti und/oder Varietäten mit Weiß sind in der Zucht nicht erlaubt. Der Fellqualität und der Fellfarbe werden besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die Farben sollen gleichmäßig verlaufen. Das einzelne Haar ist abgestuft bis zu einem helleren Farbton an der Haarwurzel. Das Fell bzw. das einzelne Haar darf keine Smoke-Effekte oder Ticking aufweisen. Fehler sind jegliche Streifen oder Tupfen.

Für die Streifenfreiheit (a/a) und die warmen Farbtöne bemühten sich Züchter über viele Jahre. Nur durch selektive Züchtung entstanden die warmen, im Farbverlauf weichen Farbtöne der Burma.

Die warme Farbe wird als Rufismus bezeichnet und stellt das Gegenteil zum Wildtyp (Agouti) dar. Die Folgen von Silber- und Agouti-Genen führen zu einem kälteren, unerwünschten Farbton der die Rufismus Polygene minimiert bzw vollständig unterdrückt. Darüber hinaus ist Bernsteinfarben oder Gelb als Augenfarbe im Standard vorgeschrieben, Grün wird als gravierender Fehler gewertet! Durch Selektion ist dieses Ziel weitestgehend erreicht.

Persönliche Positionierung unserer Menschin (und damit meint sie es wirklich ernst, das weiß ich ganz bestimmt!)

Eine Gruppe Züchter wollen durch das Silber- und Agouti-Gen neue Farbschläge wie Silber, Ticked und Smoke und neue Farbvarianten wie Carmel, Apricot, Fawn und Cinnamon generieren. Ich kritisiere diese Absichten aus oben genannten Gründen, will gern daran erinnern, dass das Silber-Gen neben kalten Farben auch grüne Augen bringt und Burmazüchter über viele Jahrzehnte genau dieses zu verhindern suchten! Inwieweit die Einkreuzung anderer Rassen zu einer Wesenveränderung unserer Burma führt, ist zu vermuten und von mir nicht gewünscht!

Ich distanziere mich von diesen Farbvarianten.

Zur Klarheit und zur deutlichen Abgrenzung sollten diese Zuchtabsichten/ -ziele in eine neue Rassebezeichnung gipfeln. Der Name "Asian" bietet sich dazu an und wird in anderen Ländern bereits verwendet.

So gezüchteten Katzen sollten eine andere Rassebezeichnung erhalten und die Bezeichnung BURMA in Stammbäumen ist genetisch nicht haltbar.

Weitere Informationen zum diesem Thema finden sich auf der Homepage der Purebred Burmese Cats Alliance (www.burmese-cats-alliance.com).

Rasseportrait von Antje Mann
ZuMa BurMa Berlin
www.zuma-burma.de
Perleberger Str. 12
10559 Berlin-Mitte/Tiergarten
030 - 395 83 44
0171 - 495 21 36

Fotos: 1. Bild Nadikats Aladin BUR b, Züchterin/Besitzerin A.-G. Thing Skou; 2. ZuMa`s Anne-Grethe, Ausstellung Most 15.05.10, fünf Mon. alt, BUR b; 3. Richterin Sahlberg mit Anne-Grethe; 4. GIC Ajmal Nelly.II, BUR j - lilac-tortie, Mutter von Anne-Grethe; 5. Anne-Grethe mit 4 Monaten; 6. Wurf von GIC Ajmal Nelly.II, 4 Monate alt, in den Farben BUR b, BUR c, BUR e, BUR d


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