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Das Rasseportrait:
Heilige Birma

Herkunft

Birma, auch Burma genannt, heißt heute Myanmar. Aus dieser Gegend kommt die Heilige Birma. Angeblich sandten Priester im Jahr 1914 aus einem Kloster in Birma zwei Pointkatzen mit halblangem Fell als Geschenk zu Major Gordon nach Frankreich. Dieses Katzenpaar zeugte Nachwuchs. Bereits 1925 wurde die Heilige Birma in Frankreich als Rasse anerkannt. In den 60er und 70er Jahren wurde der Standard der heutigen Heiligen Birma durch Einkreuzung von Siam, Perser und Balinesen gefestigt.

Fell:

Obwohl das Fell eine seidige Pracht ist, ist die Heilige Birma eine pflegeleichte Katze. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle, in dem der Griff zur Bürste oder zum Kamm nötig ist. Bei starker Verschmutzung oder beim Fellwechsel. Die Halskrause variiert etwas in der Länge und ist oft bei potenten Tieren nicht so üppig wie bei Kastraten. Der buschige Schwanz komplettiert den Gesamteindruck.

Farben:

Birmas werden schneeweiß geboren. Die Fellfärbung ändert sich langsam in einen zarten Goldschimmer. Je älter die Kitten werden, umso mehr entwickelt sich die typische Maskenzeichnung. Die vorgeschriebenen Handschuhe müssen gleichmäßig in weiß auf alle vier Pfoten verteilt sein. Dabei sollen sie an den hinteren Pfoten in Sporen enden, d.h. in einem spitzen Dreieck verlaufen.

Wesen:
Die Heilige Birma ist eine ideale Wohnungskatze mit mäßigem Temperament. Sie ist sehr sozial und liebt die Gesellschaft von Artgenossen. Sie ist sehr anhänglich, aber nicht wild und aufdringlich. Gerne beobachtet sie das Geschehen um sich herum und will zwischendurch auch mal eine kleine Schmuseeinheit. Da die Heilige Birma sehr sanft und gutmütig ist, kommt sie mit Kindern gut zurecht. Weil Sie nicht gerne alleine sein möchte, sollte man sie möglichst nicht als Einzelkatze halten. Erst recht nicht wenn man den ganzen Tag außer Haus ist. Sie verträgt sich auch mit anderen Haustieren.

Rassestandard Heilige Birma nach WCF

Körper Die mittelgroße Katze hat einen kräftigen Knochenbau mit gut ausgebildeter Muskulatur. Der Körper ist mittelschwer und leicht gestreckt.
Die Beine sind mittellang, die Pfoten breit und sanft gerundet.
Der Schwanz ist mittellang, von eleganter Form und wie eine Feder behaart.

Kopf Der Kopf bildet ein stumpfes Dreieck mit abgerundeten Konturen. Die Wangenknochen sind hoch, die Wangen gut gerundet und die Stirn leicht gewölbt. Das Profil ist leicht geschwungen mit mittellanger römischer Nase und ausgeprägtem Kinn.

Ohren Die Ohren sind mittelgroß, ungefähr so hoch wie sie breit am Ansatz sind, mit leicht abgerundeten Spitzen und guter Breite zwischen den Ohren.

Augen Die Augen sind tiefblau, groß, leicht oval und nicht ganz rund. Sie sind weit auseinander platziert.

Fell Langes bis halblanges Fell mit seidiger Textur und wenig Unterwolle. Im Gesicht sind die Haare kurz, werden aber länger auf den Wangen und gehen auf der Brust in eine volle Halskrause über. Auf dem Rücken und an den Flanken ist das Fell lang.

Farbvarianten Die Birma ist eine Point-Katze und in allen Pointfarben anerkannt.
Die Farbbeschreibung ist der allgemeinen Farbliste zu entnehmen, mit Ausnahme der Körperfarbe, die bei allen Birmakatzen sehr hell ist, der Rücken zeigt goldenes Beige. Der Bauch ist vollkommen weiß.

Die Besonderheit der Birmakatzen sind die weißen „Handschuhe" und „Sporen".
Als Handschuhe bezeichnet man die weißen Abzeichen an allen vier Pfoten. Wesentlich ist vor allem die Gleichmäßigkeit und Symmetrie der Handschuhe; einerseits zwischen den Vorderpfoten und andererseits zwischen den Hinterbeinen; oder -noch besser - die Gleichmäßigkeit aller vier Pfoten. Das Weiß ist absolut rein; es kann an der Zehenwurzel oder am Gelenk enden. Es darf sich nicht auf die Beine erstrecken. Etwas längere Handschuhe an den Hinterpfoten werden toleriert. Als Sporen bezeichnet man die weißen Abzeichen auf den Fußsohlen der Hinterbeine, die zu einer Spitze auslaufen. Sie sollen auf beiden Sohlen gleichmäßig sein und möglichst mittig auf dem Mittelfußknochen enden.

Fußballen Bei der Birma können die Fußballen auch rosa oder entsprechend der Pointfarbe sein.

Fehler Schwerwiegende Fehler sind:
  • Handschuhe, die über ihre normale Form hinauslaufen (Runner)
  • zu kurze Handschuhe
  • Bauchflecken (Flecken in der Pointfarbe auf der Körperunterseite)
  • Die Gesamterscheinung darf insgesamt keine Ähnlichkeit mit der Perserkatze aufweisen, aber auch nicht in das andere Extrem verfallen und an eine Siamkatze erinnern.
Fehler, welche das CACIB ausschließen
  • Fehlen der Spitze bei den Sporen schließt das CACIB aus.
Disqualifikation Fehler, die zur Disqualifikation führen können, sind:
  • weiße Flecken außerhalb der Handschuhe und Sporen
  • Teilpigmentierung des Nasenspiegels
  • jede Neigung zum Schielen
Anmerkung
  • Leichte Flecken und Streifen auf den Flanken können toleriert werden.

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